THE CAVE – Live-Action-Roleplay

6 Triangler unter Tage

Mit der sächsischen/böhmischen Schweiz haben wir ja ein tolles Wander- und Kletterparadies vor der Haustür. Nur wollten wir diesmal erfahren, wie es denn darunter aussieht, ganz dem Spiel The Cave folgend, von dem ein Spielbericht hier zu finden ist

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Wir starteten mit einer Abseilaktion, hinab in eine Felsspalte. Das sind mindestens 4 Seillängen im Spiel … na gut, wir haben das Seil um einen Baum gelegt und doppelt runtergelassen … also immerhin 2 Tiefenstufen! Helm auf, Grubenlampe an, es ging in den Sandstein hinein. In der Blinddarm-Höhle zwängten wir uns zu neunt (!) unter und über Felsen, durch Knicke und in Spalten, immer tiefer in den Berg. Die ersten Engstellen, wo man gerade so mit den Schultern links und rechts die Wände gleichzeitig berührte oder nur auf dem Bauch liegend vorankam waren schon lustig … aber da wussten wir nicht, was später noch kommen sollte.

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Es folgte die Flache Höhle, die ihrem Namen alle Ehre macht und stellenweise nur im Liegen zu passieren war. Wie sich einige Leute in die tiefsten Löcher geschraubt haben und auf dem gleichen Wege auch wieder herauskamen ist mir bis heute unklar. Ich sag nur Schlangenmenschen! Hier stießen wir definitiv auf einige Grenzen der Belastbarkeit.

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Zwischendurch konnten wir auch mal die Aussicht auf die Elbe genießen … an der Steilwand stehend, mitten in der Sandsteinwand. Die ersten 2 Höhlen endeten auf demselben Absatz, 45° Neigung und gefühlte 100m freier Fall ins Elbtal. Der Aufstieg ging weitere 10m nach oben zum Plateau, teilweise am Seil zu erklettern.

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Die zweite Hälfte wurde von der Hoffnungshöhle und dem Butterloch abgerundet. Erstere ein kaum schulterbreites Loch, dass man im Vorbeigehen niemals eines Blickes würdigen würde. Lasst uns doch da rein gehen! Wer kommt als Höhlenforscher nur auf die Idee, da seinen Kopf hinein zu stecken? Aber es ging von Kammer zu Kammer immer tiefer unter Tage, sehr imposant und sehr tief. Man lernt auch, Sandstein ist nicht gleich Sandstein. Manchmal hart, manchmal weich, manchmal funkelt er sogar silbern und golden. Wo sind die Zwerge?

Das Butterloch, dem Namen nach nicht sonderlich groß sondern hauptsächlich ein Kamin, bildete den Abschluss. Nicht jeder wagte den Abstieg in einen mit Lehmwänden bematschten Kamin und den Rückweg auf dem gleichen Wege. Aber einige tapfere Helden wagten mehr als einen Blick in den Schlund. Und es kamen alle auch wieder zurück. Verluste Null.

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Fazit als Live-Action-Roleplay-Umsetzung vom Brettspiel:

  • Abseilen: check!
  • Höhlenwege erforschen: check!
  • Engstellen Stufe I bis III: definitiv checked!
  • Wasser-Stellen: zählt feuchter Lehm? Nö!
  • Photostellen: check!
  • Nahrungsknappheit: check!

Sehr kräfte- und nervenzehrend. Für kräftige Menschen und Klaustrophobiker definitiv eine Grenzwerterfahrung … aber eine lohnende. Ein Naturerlebnis, dass man mal gemacht haben sollte. Und wenn es nur einmal ist.

Und welches Spiel versuchen wir als nächstes?

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