Pegasus-Spieletag 2026 | Ein Rückblick

Unser reich gedeckter Gabentisch, der keine Wünsche offen ließ und allzeit für tolle Unterhaltung an den Tischen sorgte.
Am 24.04. war es soweit und wir öffneten Tür und Räume für unser Pegasus-Neuheiten-Event. Die 6 Spiele wurden im Eingangsbereich von uns erstmal schick präsentiert – schließlich soll keiner ankommen und erst mühsam danach suchen müssen. Ebenso gehörte das Regelstudium zur Vorbereitung, damit die Unwissenden ratzfatz zu Verstehenden werden und das jeweilige Spiel vollends genießen können. Mit der Zeit kamen immer mehr Besucherinnen und Besucher in unsere Vereinsräume. So dauerte es nicht lange, bis all diese Spiele vergriffen waren. Und das Sortiment bot ja auch eine angenehme Bandbreite für unsere mehr als 60 Gäste. Für alle, die dem Abend nicht beiwohnen konnten, seien die Neuheiten im Folgenden kurz vorgestellt:
Lightspeed Arena war dabei sicherlich das Spiel mit der kürzesten Dauer, denn es wird in Echtzeit gespielt. Jeder platziert gleichzeitig mit den Anderen in einem vorab festgelegten Bereich des Tisches innerhalb von wenigen Sekunden seine Raumschiffplättchen. Diese zeigen mit Laserkanone(n) in individuelle Richtungen. Ob man dann jemand anderen getroffen oder gar zerstört hat oder ob man vielleicht selber Schaden genommen hat – das wertet eine App per Foto aus. Diese ‚zeigt‘ dann den tatsächlichen Kampf der Raumschiffe als Animation. Wer die Schlacht am besten gemeistert hat, wird bereits nach einer Minute Spielzeit zum Sieger erklärt.
Burst wiederum kann zeitlich nicht exakt eingeordnet werden. Denn wann eine Spielerin oder ein Spieler die 100 Punkte Marke erreicht, ist doch immer sehr abhängig von den jeweiligen Kartenwerten – einerseits die auf der Hand und andererseits die in der gemeinsamen Auslage. Die eigene Kartenhand ist auf 3 limitiert. Ist man am Zug, zieht man entweder eine neue Karte oder man legt eine Handkarte in die Auslage. Wer aber deren Kartenwertsumme dann dadurch auf über 21 bringt, bekommt in dieser Runde seine gesammelten Punkte nicht. Das sorgt für eine interessante Spannung am Tisch.

Der Spieler hat auf der Karte neben der 7 auch einen Tauscheffekt. Dadurch kann er den Burst wohl gerade noch abwenden.
Magic Maze Pocket hat grundsätzlich dieselben Regeln wie das mittlerweile fast 10 Jahre alte Originalspiel. Bis zu vier Personen kämpfen hier erneut gegen die Zeit. Jeder hat eine besondere Fähigkeit, mit der die 4 auf dem Spielplan befindlichen Helden gesteuert werden können – und das Ganze selbstverständlich ohne die Erlaubnis, miteinander zu kommunizieren.
Punktegalaxie ist nach Punktestadt der zweite Nachfolger von Punktesalat. Die Objekte, die man sammelt, werden nun durch Planeten verkörpert. Dazu gesellen sich noch Monde, Asteroiden und Wurmlöcher, die jeweils eigene Effekte bzw. Wertungen haben und das Spiel damit deutlich komplexer machen. Die Objektkarten können im eigenen Spielbereich (Galaxie) in verschiedenen Sonnensystemen gruppiert werden, welche dann auch individuell gewertet werden. Spannend ist dann die Endabrechnung, in der auch noch die eine oder andere Rakete auftauchen kann.

Je länger man schaut, desto mehr erkennt man die einzelnen Sonnensysteme mit ihren bunten Himmelskörpern und Raketen.
Symbiose bringt uns wieder in die heimische Fauna zurück. Thematisch widmen wir uns – wie es der Titel schon verrät – um die vorteilhaften Wechselbeziehungen in der Natur. Die eigene Kartenauslage, die durch Tauschen nach und nach mehr aufgedeckt wird, stellt sozusagen ein abgeschlossenes Biotop dar. Dessen Tiere und Landschaften interagieren aber nicht nur untereinander sondern z.T. auch mit denen der anderen Spieler. Diese Art der Interaktion verleiht diesem prinzipiell einfachen Kartenspiel eine taktisch reizvolle Tiefe.

Zu Beginn sind die beiden Seen noch unentdeckt. In der Mitte gibt es aber schon einen Ausblick auf die künftigen Bewohner.
Boss Fighters QR ist ein kooperatives Kampagnenspiel, das an dem Abend gefühlt dauerhaft ausgeliehen war. Es fand sich schnell eine 4er-Gruppe, die nun gemeinsam als Team Kämpfe gegen immer stärker werdende Bosse gewinnen musste. Dabei findet man auch erst im Laufe der Angriffe heraus, was für individuelle Fähigkeiten und Schwächen der Boss hat. Wie auch bei Lightspeed Arena nutzt man hier eine App. Alle ausführbaren Aktionen – ob als Karte oder als Plättchen – haben einen QR-Code auf der Rückseite, welche dadurch die in der App gezeigten Kämpfe beeinflussen und erlebbar machen.

Der Boss sieht noch sehr lebhaft aus mit seinen 74 Lebenspunkten. Es wird Zeit für koordinierte Angriffe.
Bis Mitternacht wurde in unseren Räumen noch gespielt. Wir Brettspielhelden haben uns sehr über das rege Interesse und die schönen gemeinsamen Stunden gefreut. So lernten wir nicht nur neue Spiele sondern auch viele neue Gesichter kennen. Vielleicht sieht man sich bald wieder. Die Brettspielwelt ist ein Universum der Vielfalt; lasst sie uns am Besten gemeinsam entdecken.
