Die SPIEL 2026 in Essen | Ein Bericht

Volles Haus und die Freude ist groß: Mit Halle 8 ist nun die Kapazitätsgrenze der Messe Essen erreicht.
Einmal im Jahr kommt Ende Oktober in Deutschland die internationale Brettspielwelt zusammen. Die SPIEL hat sich zu einer der größten Messen in Deutschland entwickelt. Bei vielen in der Szene ist Essen mittlerweile ganz fest auf der Landkarte und im Kalender verankert. Vier Tage Publikumsmesse, acht vollgepackte Messehallen, 230.000 verkaufte Tickets, knapp 1.000 Aussteller und mehr als 1.500 Spiele-Neuheiten – es ist ohne Frage alljährlich der Place to be der weltweit vernetzten Community.
Ungeübte werden sich hier erstmal erschlagen fühlen aufgrund der immensen Menge an Menschen, Verlagsständen, Spielen und Wegebeziehungen. Letztere zu überblicken und koordiniert ablaufen zu können ist wohl eine der wichtigsten Eigenschaften, die man für den Besuch der weltgrößten Messe für Brett-, Karten und Gesellschaftsspiele im Gepäck haben sollte. Die App ist diesbezüglich aber sehr hilfreich und bei vielen auch der tägliche Kompass.

Im Eingangsbereich wurden die frisch prämierten Gewinner des Deutschen Spielepreises in großen Vitrinen ausgestellt.

Für eine entspannte Runde zwischendurch eignete sich das Plättchenlegespiel Orkney.
Apropos Gepäck – das ist durchaus eine Wissenschaft für sich. Man kann oft nur schwerlich einschätzen, welche Klamotten einerseits und welche Spiele andererseits man braucht und einpacken sollte. Die Leute, die einem in den Hallen begegnen, könnten dahingehend unterschiedlicher kaum sein. Da sind diejenigen, die nur mal so einen Tag reinschnuppern wollen und auch keine 5 Kilometer von der Messe entfernt wohnen. Und da sind die absoluten Profi-Geeks, die ihren Besuch bis in die letzte Sekunde durchchoreografiert haben, zuhauf ihre Vorbestellungen abholen und ihre mitgebrachten Taschen im Minutentakt mit Neuheiten befüllen, als stünde die Apokalypse ganz unmittelbar bevor.

Spiele mit runden Boards: Links ist einer der diesjährigen Hype-Titel (Avalon) und rechts ist der Prototyp vom Spiel Tideward.
Aufgrund der Erweiterung der Ausstellungsfläche in die achte Halle hinein wurde dieses Jahr ein neuer Besucherrekord aufgestellt. Wohin die Reise gehen wird, lässt sich allerdings kaum einschätzen. Gefühlt ist der Zenit längst erreicht aber irgendwie wächst die Welt der Brettspiele immer weiter. Das bringt auch Nachteile mit sich aber schlussendlich gibt es dem Hobby die Reichweite, die viele Menschen auf der Welt einfach nur glücklich macht. Denn Spiele lehren, unterhalten und schaffen Welten, in die man doch immer wieder gerne abtauchen möchte.

Blick auf einen größeren Spielebereich in Halle 2.
