Testet das Spiel / Kennerspiel des Jahres
Am 12. Juli 2026 fand in Berlin die alljährliche Preisverleihung des Spiel des Jahres e.V. statt. Und bei uns könnt ihr bereits zwei der Preisträger direkt ausprobieren bzw. euch erklären lassen.
Dito! – Spiel des Jahres 2026

„Dito!“ von Martin Ang (Game Factory)
„Dito!“ ist ein Partyspiel für 3 bis 7 Personen und geht über 3 Runden. Das Ziel ist es, Wort-Assoziationen zu verschiedenen Kategorien aufzuschreiben, die dann idealerweise auch Andere aufgeschrieben haben. Dafür gibt es unterschiedlich viele Siegpunkte.
Jede Person hat vor sich ein 3×3 Raster, welches geheim gehalten wird. Zu Beginn jeder Runde werden nacheinander 3 Kategorien (z.B. „Länder mit guter Küche“) aufgedeckt. Pro Kategorie sollen 3 passende Begriffe in das eigene Raster eingetragen werden. Anschließend in Phase 2 wird reihum jeweils ein Begriff aus dem eigenen Raster vorgelesen:
- Hat niemand sonst den selben Begriff aufgeschrieben, gibt es dafür keinen Punkt (der Begriff wird durchgestrichen).
- Hat genau eine weitere Person den selben Begriff aufgeschrieben, ruft diese „Dito“. Beide erhalten dafür am Runden-Ende je 2 Punkte (der Begriff wird eingekreist und mit einem Stern versehen).
- Haben mehr als zwei Personen den selben Begriff aufgeschrieben, rufen diese „Dito“. Alle Beteiligten erhalten dafür am Runden-Ende je einen Punkt (der Begriff wird eingekreist).
Sobald alle Begriffe in einem der Raster durchgestrichen bzw. eingekreist wurden, endet die Runde mit einer Zwischenwertung. Zusätzlich zu den oben beschriebenen Punkten generiert jede vollständig eingekreiste Reihe / Spalte noch individuelle Runden-Punkte. Wer nach drei Runden die meisten Punkte hat, gewinnt das Spiel.
Die Jury begründete ihre Entscheidung mit den Worten: „Auf den ersten Blick ist „Dito!“ ein Wettkampf um die meisten Punkte. Im Kern verbindet es uns aber als Gruppe, denn nur über das richtige Erahnen von Gemeinsamkeiten sind wir selbst erfolgreich. Nebenbei lernen wir unsere Mitspielenden besser kennen. Wissen ist nicht gefragt, sondern Verständnis für die Sicht der anderen – und ein taktisches Gespür für die beste Platzierung der Begriffe.“
„Dito!“ setzte sich gegen die ebenfalls nominierten Spiele „Cozy Sticker Ville“ von Corey Konieczka (Unexpected Games) und „Morty Sorty Magic Shop“ von Markus Slawitscheck (Schmidt) durch. PS: Letzteres haben wir auch im Verein.
Kommt also gerne auf eine oder zwei oder . . . Runden bei uns zum Spieletreff vorbei. Beste Unterhaltung ist bei dem Spiel erfahrungsgemäß garantiert.
Rebirth – Kennerspiel des Jahres 2026

„Rebirth: Aufbruch in eine neue Zeit“ von Dr. Reiner Knizia (Frosted Games / Mighty Boards)
„Rebirth – Aufbruch in eine neue Zeit“ ist ein taktisches Plättchenlegespiel für 2 bis 4 Personen. Diese schlüpfen in die Rolle von Visionären, die ein postapokalyptisches Schottland oder Irland im farbenfrohen „Solarpunk“-Stil nachhaltig wiederaufbauen dürfen.
Jede Person erhält einen eigenen, verdeckten Vorrat an sechseckigen Landschaftsplättchen. Die Grundregel des Spiels ist bemerkenswert elegant und einfach: ein Plättchen auf ein passendes freies Feld des Spielplans platzieren, eventuell eine Aktion oder Punktewertung auslösen und nachziehen. Das Spiel endet, wenn alle Plättchen gelegt wurden.
- Plättchen-Typ ‚Nahrung‚ mit 1 Nahrungssymbol: Wertung sofort – Punkte abhängig von der entstandenen Gruppengröße aus eigenen Nahrungs-Plättchen
- Plättchen-Typ ‚Energie‚ mit 1 Energiesymbol: Wertung sofort – Punkte abhängig von der entstandenen Gruppengröße aus eigenen Energie-Plättchen
- Plättchen-Typ ‚Siedlung‚ mit 1-4 Haussymbol(en): Wertung bei Fertigstellung der auf dem Spielplan aufgedruckten Siedlungsgröße – Punkte gemäß Mehrheiten eigener Häuser
Zudem haben alle Personen noch Gebäudeminiaturen, die auf dem Spielplan platziert werden, wenn Plättchen angrenzend zu den aufgedruckten Bauplätzen gelegt werden. Im Laufe des Spiels entbrennt also auch ein taktischer Wettkampf um Flächenmehrheiten um Burgen und Kathedralen. Am Ende gibt es für jede eigene Burg auf dem Plan Bonuspunkte. Durch den Bau an den Kathedralen schaltet man zudem geheime Missionskarten frei, die zusätzliche Ziele für das Spielende vorgeben, wie zum Beispiel „bilde die größte Energie-Gruppe“.
„Das einfache Grundprinzip von „Rebirth“ eröffnet eine Vielzahl taktischer Möglichkeiten. Das Regelwerk ist elegant und zwingt zur Konzentration auf das Wesentliche. Die direkte Konkurrenz auf dem gemeinsamen Plan führt zu einem lebendigen und interaktiven Erlebnis, bei dem die konstruktive Planung im Vordergrund steht.“
„Rebirth“ setzte sich gegen die nominierten Spiele „BOSS Fighters QR“ von Michael Palm und Lukas Zach (Pegasus) sowie „MOON COLONY BLOODBATH“ von Donald X. Vaccarino (Alea) durch. PS: Alle drei Spiele haben wir da.
Wir freuen uns, euch diese Spiele zum Ausprobieren anbieten und auch erklären zu können – immer montags und freitags bei unseren Spieletreffs im Verein.
